Am Sonntag (20. Juli 2008) unternahm das Expeditionsteam “chedwAt ha’chAJIm” im Auftrag der Gebler-Stiftung eine Expedition zum Schwanenteich. Expeditionsleiter: Prof. Koch, Assistenzprofessor: Prof. Maftoon, Fotomann und Juniorprofessor: Dr. Schwalm
Expeditionsergebnisse
- Nach Seh- und Geschmacksproben hat das Team folgende für das Trophiesystem relevante Messwerte gesammelt: Sichtiefe weniger als 1 Meter, Tiefengrenze der submersen Vegetation weniger als 1 Meter, Phosphatgehalt mehr als 100mg/m³, Chlorophyllgehalt mehr als 11mg/m³, BSB5 mehr als 14mg/l, Bakterienzahl pro ml mehr als 100000. Anfangsverdacht: Wir haben es mit einem hypertrophen Teich zu tun
- Entenpopulation dramatisch geschrumpft. Hinreichender Verdacht: Der Teich ist hypertrophisch
- Spuren von Entenkämpfen und nächtlichen Entennötigungen (überall Federn). Dringender Verdacht: Hypertrophiebedingte progressive Entendemenzia
- Frosch- und Krötenpopulation gesunken auf: 1 Exemplar (Hyla arborea, siehe Foto)
- Dr. Schwalm sichtet “Bombina bombina” (Rotbauchunke), F-uKP steigt auf: 2
- Stark verwurzelte Pilze (sogennante Zyanite) gefunden
- Entenmutation aufgrund der fortgeschrittenen Hypertrophie, Name der Mutation: Anas corporis longae causa hypertropicae
- Der Expeditionsleiter sichtet merkwürdige Pilze
- Professor zeigt demonstrativ auf den Pilz
- Anas corporis longae causa hypertrophae mit Brut
- Finde Hyla arborea!
- Dr. Schwalm fällt in den Schwanenteich
- Prof. Koch ist unzufrieden und spaltet die Gruppe
Fazit
Das Team ist über die dramatischen Verschlechterungen des Teichlebens sehr beunruhigt. Als Hauptursache für die tristen Bedingungen vor Ort wird der Klimawandel genannt. An diesem Punkt ist sich das gesamte Team einig: die Tiere der Makrofauna können sich nicht in dem Maße an die Erderwärmung anpassen, wie es ein Mikroorganismus vermag. Die Hypertrophie des Teichs wird auf zweifache Weise durch den Menschen verstärkt: 1. Durch die CO2-Emissionen, 2. Durch Entenfütterung. Wenn in den nächsten sechs Monaten keine Verringerung der CO2-Emissionen oder ein Entenfütterungsverbot durch die Politik eingeleitet wird, müssen wir mit dem schlimmsten Fall rechnen. Das Worst-Case-Scenario: In den nächsten 40 Jahren stirbt Anas corporis longae causa hypertropicae im gesamten Gebiet des Schwanenteichs vollständig aus (somit folgt die gemeine Langente dem Schwan, der bereits vergangenes Jahr ausgestorben ist). Die Gebler-Stiftung appeliert dringend an alle Parkbesucher, das Füttern der Enten (am Schwanenteich) bis auf Weiteres zu unterlassen!






Professor Koch said
Ich muss schon sagen Assistenzprofessor Maftoon; eine durchaus triffige Analyse der gradezu katastrophalen Umstände des Objektes “Schwanenteich”. Ich freue mich, dass Sie unsere gemeinsamen Ergebnisse derart einleuchtend wiedergeben konnten, so dass auch ein einfacher Laie sich der akuten Gefahr bewusst werden kann.
Sicherlich wird dieser Bericht auf der nächsten Weltumweltkonferenz für Diskussionsstoff sorgen, denn in im wird deutlich, dass die Bonner Konventionen verletzt werden und dies kann und wird nicht toleriert werden!
Ich bedanke mich bei Ihnen für die Möglichkeit mit Ihnen eine solch aufschlussreiche Expedition unternehmen zu dürfen und freue mich schon jetzt auf die Folgende. Vielleicht sind Sie dann schon bereit selbst die Führung zu übernehmen.
Professor Maftoon said
Professor Koch, ich bekunde hiermit ebenfalls meine Hochachtung vor Ihnen. Es war mir eine Ehre mit Ihnen an dieser wichtigen Expedition teilzunehmen. Ich hoffe, dass unsere Ergebnisse einen Beitrag dazu leisten konnten, dass die Menschen ihre Gewohnheiten überdenken.
Nur allzu schade, dass Juniorprofessor Schwalm die Expedition mit seiner Unbekümmertheit gefährdet hat.